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BANDSCHEIBEN-
VORFALL

Bandscheibenvorfall - was ist da los?: Kurz umrissen

Effektiv bei einem Bandscheibenvorfall: Was hilft und was Sie besser vermeiden

Die Wirbelsäule als tragendes Element: Konstruktion und Funktionsweise

Schmerz als Frühwarnsystem: Wenn sich der Schmerz verselbständigt

Fazit: Legen Sie einfach los

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BANDSCHEIBENVORFALL
WAS IST DA LOS?

Im Vergleich zum unspezifischen Rückenschmerz treten Bandscheibenvorfälle deutlich seltener als Ursache für anhaltende Rückenschmerzen auf. 


Bei einem Bandscheibenvorfall, reißt der Faserknorpelring und das Gewebe tritt heraus. Eine unmittelbare Bewegung ist dabei selten die alleinige Ursache. Vielmehr sind es entweder Abnutzungserscheinung oder der Umstand, dass die Rückenmuskulatur über Jahre hinweg unterfordert wurde. In der Regel haben Betroffene über einen langen Zeitraum zu viel gesessen und sich nicht ausreichend bewegt.


Allerdings bringt ein Bandscheibenvorfall nicht automatisch Rückenschmerzen mit sich. Nur, wenn das herausgetretene Gewebe auf einen Nerv drückt, setzen die Beschwerden ein. Die hierdurch verursachten Schmerzen klingen aber in der Regel nach sechs bis acht Wochen von selbst wieder ab. Normalerweise trocknet das herausgedrückte Gewebe in diesem Zeitraum aus und wird im Zuge des Entzündungsprozesses abgebaut.
Die Bandscheiben funktionieren wie ein Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln. Bei der Belastung verlieren sie Flüssigkeit, die bei der Entlastung wieder aufgenommen wird.


Der Wechsel aus Druckbelastung- und Entlastung ist wichtig: „Die Bandscheibe braucht Bewegung, um ernährt zu werden“, formuliert es Dr. Boris Feodoroff, Experte für Bewegungstherapie, bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln. Im Laufe der Zeit werden Bandscheiben immer spröder und je weiter dieser natürliche Verschleiß voranschreitet, desto wichtiger wird es, sich auf die Muskulatur verlassen zu können.

Bewegung ist ein wesentlicher und zentraler therapeutischer Faktor bei der Behandlung bandscheibenbedingter Beschwerden

 
EFFEKTIV HANDELN BEI EINEM BANDSCHEIBENVORFALL

In den Expertentipps des Universitätsklinikum Tübingen heißt es: „Zunächst dient eine genaue Untersuchung von Muskeln und Haut der Verortung. Für die Diagnose nutzen wir häufig auch die Kernspin- oder Computertomografie. Allerdings ist bei der Interpretation der so gewonnenen Bilder große Sorgfalt geboten: Längst nicht alle Schäden, die wir sehen können, sind auch eine Ursache für Schmerzen. Mit fortschreitendem Alter treten viele normale Veränderungen an der Wirbelsäule auf, und auch längst nicht alle Bandscheibenvorfälle verursachen tatsächlich Schmerzen“

 

Quelle: Medizin Uni Tübingen

Was hilft bei einem Bandscheibenvorfall und wovon sollten Sie lieber die Finger lassen?

Akut

Soll/Sollte

Medikamentöse Schmerztherapie

Physiotherapie

Kann helfen:

Bewegungstherapie

Thermotherapie

Sollte nicht:

Akupunktur

Sporttherapie

Rückenschule

Manuelle Therapie

Traktion

Ultraschall

Massage

Subakut

Soll/Sollte

Verhaltenstherapie

Information und Gesundheits-bildung

Bewegungstherapie

Rückenschule

Physiotherapie

Kann helfen:

Thermotherapie

Ergotherapie

Sollte nicht:

Manuelle Therapie

Postoperativ

Soll/Sollte

Medikamentöse Schmerztherapie

Information und Gesundheits-bildung

Physiotherapie

Kann helfen:

Hier gibt es keine hundertprozentig übereinstimmende Expertenmeinung

Sollte nicht:

Thermotherapie

Chronifizierungsgefährdet

Soll/Sollte

Information und Gesundheits-bildung

Bewegungstherapie

Orthesen

Thermotherapie

Kann helfen:

Hier gibt es keine hundertprozentig übereinstimmende Expertenmeinung

Sollte nicht:

Hier gibt es keine hundertprozentig übereinstimmende Expertenmeinung

Die Bertelsmann Stiftung schrieb in ihrer Pressemeldung vom 22.11.2016 folgendes: „Wenn es um Rückenschmerzen geht, ist jeder Zweite (52 Prozent) überzeugt davon, dass man immer einen Arzt aufsuchen muss. 60 Prozent der Bevölkerung erwarten außerdem schnellstens eine bildgebende Untersuchung. Und mehr als zwei von drei Personen (69 Prozent) sind der Meinung, dass der Arzt durch Röntgen-, Computertomografie- (CT) und Magnetresonanztomographie-Aufnahmen (MRT) die genaue Ursache des Schmerzes findet. Ein Trugschluss: Ärzte können gerade einmal bei höchstens 15 Prozent der Betroffenen eine spezifische Ursache für den Schmerz feststellen. Die meisten Bilder verbessern oft also weder Diagnose noch Behandlung von Rückenschmerzen.“

Quelle: Bertelsmann Stiftung

Prof. Nikolaus Wülker, Ärztlicher Direktor der Tübinger Orthopädie, rät vom vorschnellen Griff zum Skalpell ab. Denn zumeist lassen sich die sehr schmerzhaften Folgen eines Bandscheibenvorfalls ohne Operation bewältigen. Nur bei anhaltenden Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühl oder dem Verlust der Blasenkontrolle kann eine Operation notwendig werden. Für den überwiegenden Teil der Betroffenen ist eine konservative Therapie dagegen die deutlich bessere Alternative.


In der S2k-Leitlinie zur Versorgung bei Bandscheibenvorfällen mit radikulärer Symptomatik heißt es: „Bewegung ist ein wesentlicher und zentraler therapeutischer Faktor in der Behandlung bandscheibenbedingter Beschwerden. Bewegungstherapie wird in der Sporttherapie, Krankengymnastik und einzelnen Elementen auch in der Ergotherapie angewandt. Sie ist definiert als ärztlich indizierte und verordnete Bewegung, die vom Fachtherapeuten bzw. der Fachtherapeutin geplant, dosiert, gemeinsam mit dem Arzt/der Ärztin kontrolliert und mit dem Patienten/der Patientin alleine oder in der Gruppe durchgeführt wird"

Quelle: S2k-Leitlinie zur Versorgung bei Bandscheibenvorfällen mit radikulärer Symptomatik

Ärzte können durch bildgebende Untersuchungen gerade einmal bei 15 Prozent der Betroffenen eine Ursache für den Rückenschmerz feststellen.

Die meisten Bilder verbessern weder die Diagnose noch die Behandlung von Rückenschmerzen.

 
DIE WIRBELSÄULE
ALS DAS TRAGENDE ELEMENT

Unsere Wirbelsäule sorgt für die Stabilität die notwendig ist, um das Gewicht von Kopf, Armen und Rumpf zu tragen. Außerdem ermöglicht sie uns das Bücken, Strecken und Drehen. Deshalb besteht sie sowohl aus festen als auch beweglichen Bestandteilen.

Die Wirbelsäule ist doppelt s-förmig geschwungen und wird in fünf Abschnitte untergliedert: Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Kreuzbein und Steißbein.

Zwischen den insgesamt 23 knöchernen Wirbeln liegen die verformbaren Elemente, die Bandscheiben. Sie dienen als "Stoßdämpfer" und fangen zum Beispiel beim Springen oder Laufen entstehende Stöße ab.

Ihren Halt bekommt die Wirbelsäule durch Stränge aus festem Bindegewebe, die zwischen den Wirbeln verlaufen und die Knochen miteinander verbinden. Diese Stränge ermöglichen eine vergleichsweise große Beweglichkeit. Außerdem wird die Wirbelsäule von einer Vielzahl von Muskeln gestützt, die für einen gesunden Rücken eine wichtige Rolle spielen.

Damit sich der Rücken problemlos bewegen kann, müssen Wirbel, Bandscheiben, Gelenke, Bänder und Muskeln effektiv zusammenwirken.

SCHMERZ
ALS FRÜHWARNSYSTEM

Schmerz ist ein Hinweis des Körpers, daß etwas nicht in Ordnung ist. Plötzlich auftretende Schmerzen können ein Hinweis auf eine Verspannung, eine Krankheit oder eine Verletzung sein. Normalerweise verschwinden Schmerzen aber wieder von selbst.

Es kommt jedoch vor, daß der Körper (starke) Schmerzen auf Grund von Veränderungen im Gehirn und Rückenmark nicht vergessen kann. Betroffene reagieren dann bereits auf leichte Reize mit Beschwerden. In diesem Fall bleiben Schmerzen bestehen, obwohl ihre ursprüngliche Ursache gar nicht mehr existiert. Dann verliert der Schmerz seine "Warnfunktion" und kann als Dauerschmerz selbst zur Krankheit werden. Seelische Belastungen im Beruf oder privaten Umfeld begünstigen dieses Phänomen: Verzweiflung, Trauer oder Angst, können die Beschwerden weiter verstärken.

Aus diesem Grund kann auch die Konsultation einer Psychologin oder eines Psychologen ein wichtiger Beitrag zum Erfolg einer Therapie bedeuten.

 
FAZIT

Im Vergleich zum unspezifischen Rückenschmerz treten Bandscheibenvorfälle deutlich seltener als Ursache für anhaltende Rückenschmerzen auf. 


Nur bei anhaltenden Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühl oder der Verlust der Blasenkontrolle kann eine Operation notwendig werden. Für den überwiegenden Teil der Betroffenen ist eine konservative Therapie dagegen die deutlich bessere Alternative. Eine bildgebende Untersuchung gibt häufig keinen Aufschluss für die Ursache von Rückenschmerzen. Fragen Sie Ihren Arzt einfach direkt nach einer Therapie.

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