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UNSPEZIFISCHER
RÜCKENSCHMERZ

Nicht-spezifische Kreuzschmerzen: Die gute Nachricht

Funktionsfragebogen Hannover: Ermitteln Sie das Ausmaß ihrer Einschränkung

Effektiv gegen Rückenschmerz: Was hilft und was Sie besser vermeiden

Mögliche Ursachen: Das steckt hinter Ihrem Rückenschmerz

Die Wirbelsäule als tragendes Element: Konstruktion und Funktionsweise

Schmerz als Frühwarnsystem: Wenn sich der Schmerz verselbständigt

Fazit: Legen Sie einfach los

Was tun bei der Diagnose unspezifischer Rückenschmerz
 
NICHT-SPEZIFISCHE
KREUZSCHMERZEN

Chronische Rückenschmerzen können belasten, doch nur selten steckt etwas Ernstes dahinter. Meistens (bei etwa 80% der Fälle) gibt es keinen eindeutigen Grund für die Beschwerden. Der Fachbegriff dafür lautet nicht-spezifische Kreuzschmerzen. Dagegen hilft vor allem Bewegung. Lediglich zu 20% sind Rückenschmerzen auf eine eindeutige Diagnose wie zum Beispiel Tumore, Entzündungen oder Frakturen zurückzuführen.

In der Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz heißt es dazu:

„In vielen Fällen sind Kreuzschmerzen harmlos und gehen von alleine wieder weg. In diesen Fällen ist es nicht nötig, nach einer Ursache zu suchen. Zudem lassen sich durch aufwendige Untersuchungen zwar manchmal Veränderungen an der Wirbelsäule feststellen. Aber es ist unklar, ob diese Veränderungen wirklich die Ursache für die Kreuzschmerzen sind. Studien lassen vermuten, dass diese Auffälligkeiten häufig nicht der Grund für die Beschwerden sind.“

Das Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt kann die Patientenleitlinie nicht ersetzen. Sie liefert Ihnen aber den Informationshintergrund für eine gemeinsame Entscheidungsfindung.

Die Diagnose Unspezifischer Rückenschmerz ist also vor diesem Hintergrund erst einmal eine gute Nachricht, denn Sie haben die Möglichkeiten, selbst gegen Ihre Rückenbeschwerden aktiv zu werden. Aktiv ist dabei sogar wörtlich zu nehmen, denn die Therapie Empfehlung lautet in diesem Fall Aktive Therapie.

FUNKTIONSFRAGEBOGEN HANNOVER

Ein Hilfsmittel, zur alltagsnahen Einschätzung der Funktionsbeeinträchtigung durch Rückenschmerzen, sind Fragebögen. Es für diesen Fall gibt unterschiedliche, wissenschaftlich fundierte Fragebögen – wir arbeiten mit dem Funktionsfragebogen Hannover (von: Kohlmann T., Raspe H.H.). Darin werden zwölf Fragen zu Tätigkeiten aus dem täglichen Leben abgefragt. Wenn Sie die Fragen so beantworten, wie es für Sie im Moment (wir meinen in Bezug auf die letzten 7 Tage) zutrifft, erhalten Sie eine gute Orientierungshilfe für ihr weiteres Vorgehen.

 

Die Fragen lauten z.B.:

Können Sie sich strecken, um z. B. ein Buch von einem hohen Schrank oder Regal zu holen?

Können Sie sich bücken, um einen leichten Gegenstand (z. B. ein Geldstück oder zerknülltes Papier) vom Fußboden aufzuheben?

Können Sie einen schweren Gegenstand (z. B. einen gefüllten Kasten Mineralwasser) vom Boden auf den Tisch stellen?

Hier können Sie Fragenbogen und Auswertungsanleitung kostenlos herunterladen.

 
EFFEKTIV GEGEN DEN RÜCKENSCHMERZ

Wer seine Rückenbeschwerden gezielt aktiv entgegenwirkt, hat gute Chancen, wieder beschwerdefrei zu werden. Denn häufig verursacht eine Muskuläre Überlastung (kurz oder lang) Beschwerden in der Muskulatur. Die Verbesserung der Muskelfunktion wird damit Therapieziel und Prävention zugleich.

Was hilft gegen Rückenschmerzen und wovon sollten Sie lieber die Finger lassen?

Hilft:

Aktive Therapie

Ermutigung

Entspannung

Schmerzbewältigungsstrategien

Aufklärung über Schmerzmittel

Multimodale Behandlung

Kann helfen:

Akupunktur

Ergotherapie

Manuelle Therapie

Massage

Rückenschule

Wärme

Hilft nicht:

Tens, Interferenz-Strom

Bettruhe

Kinesio-Tape

Kurzwelle

Lasertherapie

Magnetfeldtherapie

Orthesen, EInlagen

Kälte

Traktion

Ultraschall

Muskelrelaxantien

Operation

Quelle: Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz, Patientenleitlinie, 2. Auflage, Nov. 2017, Version 1

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie sind in jedem Fall zwei Dinge: Der Ausschluss spezifischer Ursachen oder Begleiterkrankungen durch den Arzt und eine positive Grundeinstellung - denn gerade Letztgenanntes ist ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor im Kampf gegen den Rückenschmerz.

Eine dreiwöchige Reha kann dabei ein guter Anfang sein. Aber drei Wochen reichen nicht aus, um die Rumpfmuskulatur nachhaltig zu kräftigen. Ein effektives Programm beinhaltet isolierte Rumpfbewegungen und ehrliches Krafttraining über einen Zeitraum von drei bis vier Monaten. Bei einer effektiven Therapie gegen Rückenbeschwerden sollte allerdings bereits nach zwei bis drei Wochen eine spürbare Linderung der Beschwerden zu bemerken sein.

Bessern sich die Beschwerden trotz Behandlung nach dem aktuellen Wissensstand längere Zeit nicht, kann eine Kombination aus unterschiedlichen Maßnahmen zum Einsatz kommen. Dies nennt man ein "multimodales Behandlungsprogramm".

 
URSACHEN FÜR DEN
RÜCKENSCHMERZ

Ursache für Rückenbeschwerden sind häufig kurzfristig intensive Anstrengung (dem Nachbarn spontan beim Umzug helfen) oder einseitige Dauerbelastung (zum Beispiel am Arbeitsplatz).

Die Folge sind dann örtlich muskulärer Spannungsverlust oder -erhöhung und damit einhergehend eine gestörte Muskeldurchblutung ein beeinträchtigter Stoffwechsel.

Die Muskulatur ist also in der Regel die Ursache der Beschwerden und die Wiederherstellung der normalen Muskelspannung die Strategie. Die Schonung der (Rücken-) Muskulatur verringert dagegen den Stoffwechsel innerhalb der Muskeln noch weiter und somit auch langfristig deren Leistungsfähigkeit. Die Chance auf weitere Fehlbelastungen erhöht sich somit noch weiter und das bereits im normalen Alltag.

 
 
DIE WIRBELSÄULE
ALS DAS TRAGENDE ELEMENT

Unsere Wirbelsäule sorgt für die Stabilität die notwendig ist, um das Gewicht von Kopf, Armen und Rumpf zu tragen. Außerdem ermöglicht sie uns das Bücken, Strecken und Drehen. Deshalb besteht sie sowohl aus festen als auch beweglichen Bestandteilen.

Die Wirbelsäule ist doppelt s-förmig geschwungen und wird in fünf Abschnitte untergliedert: Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Kreuzbein und Steißbein.

Zwischen den insgesamt 23 knöchernen Wirbeln liegen die verformbaren Elemente, die Bandscheiben. Sie dienen als "Stoßdämpfer" und fangen zum Beispiel beim Springen oder Laufen entstehende Stöße ab.

Ihren Halt bekommt die Wirbelsäule durch Stränge aus festem Bindegewebe, die zwischen den Wirbeln verlaufen und die Knochen miteinander verbinden. Diese Stränge ermöglichen eine vergleichsweise große Beweglichkeit. Außerdem wird die Wirbelsäule von einer Vielzahl von Muskeln gestützt, die für einen gesunden Rücken eine wichtige Rolle spielen.

Damit sich der Rücken problemlos bewegen kann, müssen Wirbel, Bandscheiben, Gelenke, Bänder und Muskeln effektiv zusammenwirken.

SCHMERZ
ALS FRÜHWARNSYSTEM

Schmerz ist ein Hinweis des Körpers, daß etwas nicht in Ordnung ist. Plötzlich auftretende Schmerzen können ein Hinweis auf eine Verspannung, eine Krankheit oder eine Verletzung sein. Normalerweise verschwinden Schmerzen aber wieder von selbst.

Es kommt jedoch vor, daß der Körper (starke) Schmerzen auf Grund von Veränderungen im Gehirn und Rückenmark nicht vergessen kann. Betroffene reagieren dann bereits auf leichte Reize mit Beschwerden. In diesem Fall bleiben Schmerzen bestehen, obwohl ihre ursprüngliche Ursache gar nicht mehr existiert. Dann verliert der Schmerz seine "Warnfunktion" und kann als Dauerschmerz selbst zur Krankheit werden. Seelische Belastungen im Beruf oder privaten Umfeld begünstigen dieses Phänomen: Verzweiflung, Trauer oder Angst, können die Beschwerden weiter verstärken.

Aus diesem Grund kann auch die Konsultation einer Psychologin oder eines Psychologen ein wichtiger Beitrag zum Erfolg einer Therapie bedeuten.

 
FAZIT

Die Diagnose Unspezifischer Rückenschmerz bzw. nicht-spezifische Kreuzschmerzen mag auf den ersten Blick unbefriedigend erscheinen, die Ursache für die Beschwerden lassen sich aber in der Regel durch eine Aktive Therapie und mit einer positiven Grundeinstellung relativ einfach beseitigen und/oder vermeiden. Vorher sollten Sie jedoch auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen und prüfen, ob eventuell auch seelische Belastungen mit verantwortlich sein könnten.

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